Einzelsaaten sind sortenreine Körner und Sämereien — ohne Mischung, ohne Zusätze. Wer selbst mischt oder gezielt ergänzt, bekommt hier die Einzelkomponenten in Gebindegrößen von der Leckerbissen-Packung bis zum 25-Kilo-Sack.
Welche Einzelsaat wofür?
Kolbenhirse ist der Klassiker als Leckerbissen für Wellensittiche, Kanarien und Exoten — sie wird am Kolben angeboten und beschäftigt die Vögel beim Fressen. Hirse, Dari und Kardisaat gehören in praktisch jede Ziervogelmischung. Gequetschter Hafer und Haferflocken sind stärkereiche Energielieferanten und werden vor allem bei Tauben in der Reisezeit und bei der Aufzucht eingesetzt. Milokorn, schwarzer Mais und Bordeaux-Mais liefern Stärke, Buchweizen und Leinsamen ergänzen die Mischung mit Stärke beziehungsweise Öl. Sonnenblumenkerne gibt es geschält und ungeschält — geschält für Wildvögel im Winterfutter, ungeschält als Kraftfutter.
Selbst mischen oder ergänzen?
Wer eine Fertigmischung füttert, ergänzt meist gezielt: etwas mehr Hafer in der Reisezeit, Leinsamen während der Mauser, Kardisaat als Belohnung. Wer komplett selbst mischt, hat mit Einzelsaaten die volle Kontrolle über die Zusammensetzung — und über den Preis, weil große Gebinde deutlich günstiger pro Kilo sind.
Lagerung
Einzelsaaten wollen trocken, kühl und dunkel gelagert werden, am besten in verschließbaren Behältern. Richtig gelagert sind sie über eine Saison hinweg haltbar; feucht gewordene Ware gehört nicht mehr in den Trog.